Archiv für November 2007

Nahrungsergänzungsmittel

20. November 2007, 18:52

Muss Nahrungsergänzung sein? Diese Frage stellte sich die WISO – Sendung vom 22.10.07 mit dem Titel „Riskante Überdosierungen von Nahrungsergänzungsmitteln“. Eine Sendung die, wie ich finde, sehr einseitig berichtete und einige Facetten nicht betrachtet hat.

Wie in der Sendung schon festgestellt, ist Deutschland kein Vitaminmangelland, aber eine Leistungsgesellschaft. Um eine ausreichende Versorgung zu schaffen, gilt es somit einiges zu gewährleisten. So müssen auf qualitativ hochwertige und frische Lebensmittel geachtet werden, schonende Zubereitungsmethoden angewandt und allgemein auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährungsweise geachtet werden. Allerdings sind Stress, Hektik und alltägliche Gesundheitskompromisse sowie Zeitmangel hartnäckige Gegenspieler.

Auch wird der Nährstoffbedarf zu sehr an der physisch-körperlichen Leistung fest gemacht. Kopfarbeiter brauchen eine etwas andere, aber ebenfalls überdurchschnittliche Nährstoffversorgung (eher Vitamine und Mineralstoffmengen) als körperlich arbeitende Menschen (eher Energie). Typische Mangelerscheinungen wie u.a. schlechtes Schlafverhalten, Konzentrationsschwächen, Nervosität, Mattigkeit sind die oft Folgen einer nicht wahrgenommenen Nährstoffunterversorgung. Oft werden solche Symptome hingenommen oder schon als normal angesehen.

Auch gibt es bei den Herstellern und Produkten von Nahrungsergänzungsstoffen erhebliche Unterschiede. Die Palette fängt bei Präparaten mit künstlichen Nährstoffen für ein paar Euros an und endet bei komprimierten natürlichen Extrakten für über 100,- €.
Die in der Sendung von den Verbraucherzentralen aufgeführte Liste betrachtet nur einige Produkte und weist m.E. erhebliche Lücken auf. Auch fehlt zu der Analyse der Inhaltsstoffe das Konzept der Präparate. Welche Zielgruppen werden angesprochen, wie soll der Nährstofftransport erfolgen und wie wirken sie in ihrer Kombination?

Meine Empfehlung ist natürlich, sich in erster Linie gut zu ernähren. Wenn aber Bedarf ist, sollte man sich mit den Produkten und ihren Herstellern befassen und sich auf eine Produktlinie festlegen. Ein häufiger Fehler ist der, Präparate von Hersteller A mit einem Präparat von Hersteller B zu mixen.

Wollen Sie mehr dazu wissen? Dann nehmen Sie bitte einfach Kontakt mit mir auf.